Die Region Ras al-Khaimah

Hotels in dieser Region

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Nur gut zwei Prozent der Gesamtfläche der VAE nehmen die ca. 1.700 Quadratkilometer des Staatsterritoriums von Ras al-Khaimah ein.

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Das Emirat ist in zwei ungefähr gleich große Teilgebiete getrennt, zwischen denen sich das kleine Scheichtum Fujairah erstreckt.

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Im Nordosten grenzt RAK an Omans Exklave Musandam, im Südosten an das Stammland des Sultanats.

Ras al-Khaimah City, in der etwa 120.000 Menschen leben, ist wie das Emirat zweigeteilt. Die Altstadt Khor RAK liegt auf einer kleinen Halbinsel, direkt an einer kleinen Lagune an einem natürlichen Meerarm (arabisch „Khor“). Der antike Kern von RAK-City ist überschaubar, besonders sehenswert ist das Nationalmuseum, ein imposantes Gebäude, errichtet in unterschiedlichen Baustilen, dessen Ausstellung die reiche Geschichte der Region dokumentiert. Auch ein Besuch des quirligen Abra-Souqs, der sich nördlich entlang der Corniche, auf der Seite zur Lagune hin befindet, lohnt sich. Auf der östlichen Seite des Meerarms befindet sich das moderne Geschäfts- und Regierungsviertel Al-Nakheel, dessen Herzstück die Oman Road ist. Beide Stadtteile sind durch eine Brücke über den Khor, die Khor Bridge, verbunden.

Im Umland ist - im übertragenen Sinne - der kleine Bergort Masafi in aller Munde: Der Ort ist in den UAE der bekannteste Herkunftsort für Mineralwasser. Masafi liegt weit im Landesinneren am Fuß des Hajar-Gebirges und gehört zur Hälfte zum Emirat Ras al-Khaimah und zur Hälfte zum Emirat Fujairah. Für einen Besuch ist der Zwillingsstatus des Ortes aber unerheblich, Grenzformalitäten oder ähnliches sind nicht zu erwarten. Ein Besuch der Bergoase lohnt sich vor allem auch wegen ihres bunten und lebhaften Marktes, der überdies jeden Tag abgehalten wird.

Südöstlich von RAK-City, Richtung Flughafen, liegt Digdaga. Die Gegend ist bekannt für üppige Rinder- und Hühnerfarmen. Für Besucher besonders attraktiv ist die nahe liegende Kamelrennbahn, auf der sehr oft und mit viel Leidenschaft Wettrennen abgehalten werden. Ein Stückchen weiter südöstlich erreicht man die kleine Oase Khatt. Die natürlichen heißen Thermalquellen sind weithin bekannt, und sowohl Touristen als auch Einheimische kommen hierher um rheumatische Beschwerden oder Hautprobleme wie Neurodermitis zu lindern.

Von RAK nach Dibba an den Golf von Oman
Fans von spannenden Geländewagentouren sei folgende aufregende Fahrt empfohlen: Ausgehend vom Wadi al-Bih im Südosten von Ras al-Khaimah, geht es über Stock und Stein quer durch das Hajar-Gebirge nach Dibba am Golf von Oman. Früher war dieser Weg durch den Hajar eine von zwei wichtigen Handelsrouten vom Persischen zum Omanischen Golf. Die Route war beschwerlicher als der Seeweg durch die Straße von Hormuz, aber sicherer, da Handelsreisende zu Wasser ständig mit Piratenüberfällen rechnen mussten. Der Ort Dibba besteht kurioserweise aus drei Stadtteilen: Dibba-Muhallab gehört zum Emirat Fujairah, Dibba-al-Hisn zu Sharjah, und der nördliche Teil (Dibba-) Bayah gehört zum Oman. In der Stadt gibt es Grenzposten zwischen dem emiratischen und dem omanischen Teil.

Geschichte
Die Legende besagt, dass ein Licht an der heimischen Zeltspitze einst die Seefahrer sicher nach Hause führte. Ob nun der Name Ras al-Khaimah, dessen Übersetzung „Spitze des Zeltes“ bedeutet, auf dieser Legende beruht oder nicht, Fakt ist, dass die Seefahrt sowohl früher als auch heute für die Region prägend und von großer Bedeutung war. Archäologische Funde in RAK weisen auf eine blühende Kultur seit der Antike hin. Intensive Handelsbeziehungen bestanden in der Hauptsache zum indischen Subkontinent. Die antiken Exportgüter vom Golf: Meeresperlen, Weihrauch und Kupfer. Aus Indien eingeführt wurde chinesisches Porzellan, Seide und Gewürze.

Fischerei, Perlentauchen und Landwirtschaft waren weitere existentielle Wirtschaftsfaktoren der Bewohner – RAK stand in dem Ruf, die Kornkammer der Golfregion zu sein. Dies blieb so, ob nun Perser, Portugiesen oder Holländer das Land besetzt hielten oder Piraten die Vorherrschaft an der Küste innehatten. Denn Ende des 18. Jahrhunderts war die Siedlung, in der Antike unter der heute legendären Bezeichnung „Julfar“ bekannt, eine Piratenhauptstadt. Anfang des 19. Jahrhunderts kam es zur gezielten Verfolgung der Seeräuber, deren Übergriffe für Handel und Schifffahrt in der Region zunehmend zur Bedrohung wurden. Briten und Omanis zerstörten schließlich das Piratennest Julfar, die Stammesvertreter in und um Ras al-Khaimah mussten einem Seefrieden zustimmen, und nach und nach übernahmen die Briten die Vorherrschaft in der Region.

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts florierte dann vor allem der Perlenhandel. Der Markteintritt japanischer Zuchtperlenhändler und die Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre brachte diesen einträglichen Wirtschaftszweig der Golfanrainer jedoch fast gänzlich zum Erliegen. Der Ölboom ging an RAK zunächst einmal vorbei, erst in den 80er Jahren wurde in den Saleh-Feldern Erdöl gefunden, das für einen gewissen wirtschaftlichen Aufstieg sorgte.

1971 entließen die Briten RAK, wie zuvor die anderen heutigen VAE-Staaten, in die Unabhängigkeit. Anders als in Qatar oder Bahrain, setzten sich die Unabhängigkeitsbestrebungen dieses Emirats nicht durch. 1972 trat RAK als letztes Emirat dem Staatenbund der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bei.

Heute ist der Fortschritt im Land angekommen, die Moderne hat auch in Ras al-Khamiah Einzug gehalten. Mehrspurige Wüstenautobahnen erlauben es, unwirtliche Gegenden bequem zu durchqueren. Wolkenkratzer dominieren die Skylines der Städte. Eine eigene Airline bindet das Emirat in den Flugverkehr ein, und der von der Hauptstadt ca. 15 Kilometer entfernte internationale Flughafen von RAK ist ein Drehkreuz mit zwei Terminals.

Historisches Erbe
RAK zeichnet sich durch eine reiche Geschichte sowie eine glänzende Vergangenheit aus. Ausgrabungen haben spannende Artefakte und beeindruckende Ruinen zu Tage gefördert. So die Vorgängersiedlung von Ras al-Khaimah, die legendäre und florierende Hafenstadt Julfar. Sie lag einige Kilometer nördlicher als die jetzige Hauptstadt. Heute jedoch sind nur kümmerliche Reste dieser einst blühenden Stadt zu sehen. Archäologische Funde haben gezeigt, dass die Handelsbeziehungen Julfars bis nach China reichten. Die Artefakte sind heute im sehenswerten Nationalmuseum in der Altstadt von RAK-City zu bewundern.

Weithin bekannt ist auch das archäologische Gebiet von Shimal. Hier - nördlich von RAK-City - finden sich Reste der einst größten antiken Siedlung der Emirate. Ein Gräberfeld mit oberirdischem Rundgrab und großen Gemeinschaftsgräbern stammt aus der Epoche um 3.000 v. Chr. Als Hauptattraktion gilt jedoch der so genannte Sheba´s Palace, ein angeblicher Palast der Königin von Saba. Ob dieses Schloss aber wirklich in Verbindung zu bringen ist mit der legendären Schönen, muss stark bezweifelt werden. Jedoch sind die Ruinen bemerkenswert, da es sich um die einzigen Überreste eines mittelalterlichen Palastes in den ganzen VAE handelt. Wer den Aufstieg auf das Plateau nicht scheut, wird außerdem mit einem sehr schönen Blick auf RAK und die Küstenebene belohnt.

Die Dörfer Rams und Dhayah
Ein Spaziergang durch die östlich von Ras al-Khaimah City gelegenen beschaulichen Dörfer Rams und Dhayah erlaubt ebenfalls historische Einsichten. Sanfte Palmenhaine, in denen sich dann und wann alte Wachttürme erheben, sowie Korallenstein- und Lehmhäuser, wie sie seit Jahrhunderten gebaut werden, lassen die Vergangenheit nicht allzu fern erscheinen. Auch das 2001 restaurierte Kastell von Dhayah ist imposanter Zeuge des reichen historischen Erbes dieser Region.

Tourismus und Visionen
Wassersport in allen Variationen, Golfen, Schießen im Shooting Club, Kamelreiten, Falkenjagd, Trekking, Fahrradwandern, Paddeln durch urzeitliche Mangrovenwälder – wer Aktivurlaub machen möchte, kommt in RAK voll auf seine Kosten. Landschaft und verschiedenste Sport- und Freizeitanlagen bieten die Grundlage für eine Fülle von Aktivitäten. Es ist eindeutig: Der Ausbau der touristischen Infrastruktur genießt in RAK eine hohe Priorität. Sehr sympathisch ist, dass dies vielerorts nachhaltig geschieht und dass Wert gelegt wird auf eine umweltverträgliche und ökologische Bauweise. Wenn Dubai auch zweifellos in gewisser Weise Maßstab und Inspirator ist – in RAK wird ein grünes, ökologische Aspekte berücksichtigendes Fortschrittsdenken realisiert. Das Schlagwort vom „nature tourism“ fasst diese Bemühungen gut zusammen.

Beispielhaft kann hier das Projekt des Khatt Hot Springs Spa & Resort genannt werden. Um die natürlichen Thermalquellen von Khatt wurden Badehäuser gebaut, so dass eine nachhaltige Nutzung möglich ist. Gelegen am Fuß der Berge, ca. 20 Minuten Autofahrt von RAK City entfernt, gilt das Resort als das erste richtige Spa-Hotel der Emirate. Im bis zu 40 Grad warmen Wasser der schwefelhaltigen Thermalquellen entspannen sowohl Touristen als auch Einheimische.

Auch das Projekt Mina al Arab südlich von RAK City wird umweltgerecht realisiert. An einem ca. 3 Kilometer langen Küstenstreifen entsteht ein gigantisches Urlaubsresort mit Luxus- und Eco-Hotels, Eigentumswohnungen, Themenparks, Thalasso-Therapiezentrum, Yachthafen und verschiedensten Sportanlagen. Der ganze Komplex liegt in einer Art Naturschutzgebiet, und ringsum werden frei lebende Vögel, Delphine und Schildkröten angesiedelt.

Besonders hervorzuheben als „green project“ ist die für 2012 geplante Gateway City. Es handelt sich hierbei um ein Stadtprojekt, welches komplett mit umweltkompatiblen Materialen gebaut wird. Strom wird nur per Solarenergie erzeugt und sämtliche anfallenden Abfälle werden gänzlich wiederverwertet. Nach ihrer Fertigstellung wird die umweltkompatible Siedlung autonom sein und ein Minimum an Schadstoffen erzeugen.

Al Marjan Island wiederum erinnert etwas an die Landgewinnungsprojekte Dubais. Auf vier künstlich geschaffenen korallenförmigen Inseln werden, knapp 20 Kilometer vor der Hauptstadt, Wohnhäuser, Villen, Hotels, Shopping-Zentren und Sportanlagen gebaut. Grundfläche insgesamt: fast drei Millionen Quadratmeter.

Freunde beeindruckender Bergwelten werden sich im Jebel Jais Mountain Resort wohl fühlen. Das Resort liegt an der Westflanke des Hajar-Gebirges, und Gäste kommen mit der Seilbahn an. Das 5-Sterne-Haus wartet mit einem eigens präparierten Skihang auf. Wer des Skifahrens nicht mächtig ist, findet ein wahres Kletterparadies und entspannt beim Bergsteigen oder versucht einmal Paragliding. Wer an Traditionellem interessiert ist, sollte das Falkenjagd-Zentrum besuchen.

Wüstenfeeling entfaltet sich im Banyan Tree Resort im Wadi Khadeja. Das Resort liegt mitten in der Wüste, nur 20 Kilometer von Ras al-Khaimah City entfernt. Auch hier wird Wert gelegt auf eine Projektrealisierung nah an der Natur: Das Luxushotel und die 30 Villen des Resorts werden als Flachbauten angelegt und ordnen sich architektonisch der Landschaft unter. Besucher erwartet viel natürliches Ambiente und hochwertige Spa-Einrichtungen.

Die visionären Projekte in Ras al-Khaimah lassen auch Nachwuchsastronauten nicht außen vor: Geplant ist in Kooperation mit der US-Firma Space Adventures ein kommerzieller Weltraumbahnhof für suborbitale Flüge.

Business und Golf
Wer geschäftlich nach RAK möchte, wird ebenfalls fündig. Das RAK Convention Center ist auf die Bedürfnisse von Business Travellern ausgerichtet: Das Konferenzzentrum besteht aus fünf Tagungshallen, drei Hotels, einem Food Court, Restaurants und Multiplexkino, und trotz der futuristischen Architektur passt sich das Zentrum sanft in die Landschaft ein.

Richtig gute Deals lassen sich bekanntlich am besten beim Golfen aushandeln. Und RAK hat zwei hochgeschätzte Golfplätze zu bieten. Den Tower Links Golf Club inmitten der Stadt, der um eine Mangrovenlandschaft angeordnet ist und über eine Flutlichtanlage verfügt. Und den von Peter Harradine gestalteten Al Hamra Golf Club, ein 18 Loch Meisterschaftsplatz, welcher sich um eine malerische Lagune erstreckt.

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