Die Region Umm al Qaywayn

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Gute 45 Minuten Autofahrt von Dubai entfernt liegt das 777 Quadratkilometer kleine und bevölkerungsärmste Emirat der VAE. Fast ein bisschen eingekeilt zwischen Ajman und Ras al-Khaimah (RAK), macht es nur etwa ein Prozent der Gesamtfläche der VAE aus. Immerhin besteht UAQ jedoch – im Gegensatz zu fünf der sieben Emirate - aus einem zusammenhängenden Territorium, welches sich am Persischen Golf erstreckt. Das ca. 30 Kilometer breite Kernland des Emirats besteht in der Hauptsache aus flacher Halbwüste.

Entertainment, Amüsement und Zerstreuung bietet Umm al-Quwain (noch) vergleichsweise wenig. Der täglich stattfindende bunte Markt lohnt einen Besuch und Wasserraten können sich im Aquapark Dreamland die Zeit vertreiben. Erlebnishungrigen auf der Suche nach Shoppen, Staunen und Skyscrapers sei ein Ausflug ins nahe Dubai empfohlen. Umm al-Quwain eignet sich eher für den legeren Badeurlauber oder Wassersportler. Vor allem die 24 Kilometer breite Küstenregion ist mit ihren vielen weitläufigen Lagunen und schönen Sandstränden besonders attraktiv. Und auch für Familien mit Kindern eröffnet sich hier ein Paradies.

Umm al-Quwain-City
Auf einer lang gestreckten Halbinsel, die zu ihrem Ende hin ganz schmal wird und sich dann noch einmal fast kreisförmig ausdehnt, liegt die Hauptstadt. Ein landschaftlich reizvoller buchtenreicher natürlicher Meerarm bildet mit der Halbinsel eine Bai, entlang derer sich die Stadt erstreckt. Diese natürliche Lagune „Khor al Baydah“ wird östlich durch einige Inseln begrenzt, darunter die Insel Al-Siniyah, auf der einst die erste Siedlung lag. Heute ist das Eiland ein Reservat für zahlreiche Arten von Flora und Fauna. Die Inselwelt in der Lagune vor UAQ ist ein Vogelparadies und bietet zahlreichen Wildtieren wie Reihern, Kormoranen, Schildkröten, Seeschlangen und Seekühen Lebensraum. Außerdem machen wilde Mangrovenwälder und eine einmalige Unterwasserwelt dieses Naturschutzgebiet so einmalig. Die Lagune selbst ist für Wassersportler besonders attraktiv.

Architektonisch besonders reizvoll ist die Tatsache, dass es auf der Halbinsel (noch) kaum Hochhäuser gibt, sondern eher Gebäude im traditionellen Stil, die restauriert und saniert werden. Ebenso werden alte Paläste, Wachtürme und Burgen renoviert. Das Al Ali Fort ist das älteste Gebäude in Umm al-Quwain-City und wurde zum Nationalmuseum umfunktioniert, welches sich der Kulturgeschichte des Emirats widmet. Es lohnt sich, einen Bummel durch die verwinkelten Gassen der Altstadt zu unternehmen.

Wirtschaftlich hat sich der Hauptort Umm al-Quwain zu einem ansehnlichen Handelsplatz entwickelt: Zahlreiche Banken haben Dependancen entlang der Küstenstraße errichtet, und ausgerechnet in UAQ laufen viele Fäden der Wirtschaftswelt zusammen. Dem Flair und der Natürlichkeit Umm al-Quwain Citys tut dies jedoch keinen nennenswerten Abbruch.

Vergangenheit und Gegenwart
„Mutter zweier Kräfte“ bedeutet Umm al-Quwain, und der Name spielt auf die beiden wichtigsten Fähigkeiten an, die vor allem in der Vergangenheit zum Überleben in dieser Region existentiell waren: die Kunst der Seefahrt und das Geschick im Perlentauchen. Wie in der gesamten Golfregion sicherten diese Fertigkeiten das Überleben.

Die Fischerei ist bis heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor geblieben. Die Landwirtschaft, vor allem der Dattelanbau, ist ein weiterer grundlegender Wirtschaftszweig für das Emirat. Ähnlich wie RAK (Ras al-Khaimah), hat das Emirat UAQ (Umm al-Quwain) vergleichsweise große Grundwasservorräte und gilt als wichtiger Nahrungsmittellieferant der Region. Bekannt ist die Oase Falaj Al Mualla. Sie liegt ca. 50 Kilometer südöstlich der Hauptstadt auf einer Anhöhe im Wadi Al Bathaa an der Straße nach Al Ain/Hatta. Hier werden Datteln und Obst kultiviert, Getreide und Gemüse angebaut.

Die Pflege der Traditionen und die Bewahrung der althergebrachten Verbindungen zwischen Meer und Küste sind den zukunftsorientierten Modernisierern Umm al-Quwains sehr wichtig. Dies bedeutet, dass beim Ausbau der Infrastruktur und bei der Umsetzung von Bauprojekten große Teile der Wüste in Küstennähe unangetastet bleiben. Dies liegt zum Teil auch daran, das sich in diesem Gebiet interessante archäologische Stätten befinden. In erster Linie trifft das auf die Stätte „Al Dur“ (Die Häuser) zu. Vor 2.000 Jahren war die Siedlung in der Wüste der größte Handelsposten in der Gegend. Auf dem ca. vier Quadratkilometer großen Gebiet befinden sich Gräber und Reste eines Palastes, die Ruinen eines Tempels mitsamt Altaranlage sowie ein Brunnen. Weitere nennenswerte archäologische Orte befinden sich auf der Insel Al Eqaab und in der Wüste auf dem Gebiet von Tell Abraq.

Visionen
Auch wenn die Bewahrung archäologischer Stätten und die Pflege von Geschichte und Tradition einen sehr hohen Stellenwert einnimmt, Umm al-Quwain verweigert sich nicht dem Fortschritt. Inzwischen gibt es eine sehr moderne Infrastruktur. Ein gut ausgebautes Straßensystem mit Beleuchtung verbindet die ehemals vereinzelt liegenden Beduinensiedlungen und bindet UAQ in das Verkehrsnetz der anderen Emirate ein. Für den Immobilien-, Wirtschafts- und Tourismusbereich gibt es neue und moderne, fast gigantische Planungen.

Von diesen Projekten sei zunächst die geplante Wohnraumkolonie Al Salam City genannt. Diese Siedlung, die natürlich in eine angemessene Infrastruktur integriert sein wird, wird südlich der Hauptstadt im Inland auf jetzigem Wüstenland gebaut und soll bis 2020 fertig sein.

Schon für das Jahr 2015 wiederum, ist die Fertigstellung der Luxusstadt Umm al-Quwain Marina beabsichtigt. Auf 23 Kilometern erstreckt sich der neue Sektor direkt am „Khor al Baydah“ der natürlichen Lagune von UAQ. Geplant sind um die 8.000 Stadthäuser und Villen, 1.200 Hotelzimmer, 600 Yachtplätze, Wohn-, Einkaufs-, Erholungs-Viertel und Freizeiteinrichtungen, Schulen, Moscheen, öffentliche Strände und Parklandschaften. Die ganze Marina ist in sechs Zonen eingeteilt, die durch künstliche Seen gegliedert wird. Die einzelnen Zonen werden in unterschiedlichen Baustilen gestaltet und mit Brücken verbunden. So wird es den spanischen Stadtteil Coronade und das portugiesische Viertel Magellan geben. Die ganze Marina wird einen mediterranen Küstenort-Charme ausstrahlen und last but not least von Dubai aus über die Emirates Ring Road gut erreichbar sein.

Auch Landgewinnung ist für UAQ eine Option. Dies zeigt das White Bay Projekt. Hierbei handelt es sich um zwei künstliche Inseln, die nordöstlich der Marina entstehen. Bebaut werden die Inseln ganz moderat, die hier entstehenden Häuser dürfen maximal 15 Stockwerke hoch sein. Auf White Bay sollen sowohl Besucher als auch Einheimische wohnen.

Natürlich bleibt auch die Hauptstadt von den Planungen und Modernisierungen nicht unberührt. Auf der unbewohnten Spitze der Halbinsel ist als Prestigeobjekt ein einzelnes Hochhaus geplant, das Amwaj Resort. Die architektonisch interessante Anlage wird aus zwei Türmen bestehen, dem Dana und dem Morgan Tower, weithin sichtbar sein und als das künftige Wahrzeichen UAQ gehandelt.

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