Tourismus in den Emiraten

Eine Erfolgsgeschichte

Entwicklung des Tourismus
Die Geschichte der Emirate als touristische Destination ist noch recht jung, aber reich an Ereignissen, beeindruckender Ergebnisse und vor allem von rasanter Entwicklung. Schon bei Gründung der VAE war den federführenden Autoritäten klar, dass der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig sein würde, um unabhängig vom Öl zu werden. Ende der 1970er Jahre öffnete sich Sharjah als erstes Emirat dem Tourismus aus westlichen Ländern. Doch als hier Ende der 80er Jahre ein bis heute andauerndes Alkoholverbot eingeführt wurde, rückte vor allem das liberalere Emirat Dubai als touristische Destination in den Vordergrund. Innerhalb weniger Jahre haben sich die Emirate, allen voran Dubai, zu einem der Lieblingsreiseziele der Europäer entwickelt. 2003 überflügelte der Tourismus in Dubai zum ersten Mal den Anteil der Ölbranche am Bruttosozialprodukt und mittlerweile bestreitet das Land etwa 20 Prozent seines Haushalts mit Einnahmen aus dem Tourismus.

Touristische Attraktionen
In nur drei Jahrzehnten wurde aus einer schlichten Ansiedlung am Persischen Golf eine gleißende Großstadt mit perfekter Infrastruktur und internationalen Hotels von Weltruf. Möglich war dieser touristische Boom einerseits vor allem aufgrund der günstigen geographische Lage: nur ca. sechs Flugstunden von Mitteleuropa entfernt werden die Emirate von fast allen renommierten Airlines zu günstigen Preisen und bequemen Verbindungen angeflogen. Vor Ort warten lange Strände, warmes Wasser und vielfältige Möglichkeiten für Aktivurlauber sowie Familien. Es gibt betont luxuriöse, aber auch „vernünftige“ Hotels mit zivilen Preisen. Auch der „Normalbürger“ kann sich also einen Dubai-Urlaub erfüllen. Andererseits war und ist die zielstrebige, unbürokratische und vorwärts drängende Herangehensweise der Herrscher am Golf für die touristische Entwicklung sehr förderlich. Beispielhaft ist hier das Projekt des höchsten Turms der Welt, Burj Dubai, zu nennen. Die Fertigstellung des Burj Khalifa, wie er bei der Eröffnung letztendlich getauft wurde, kam trotz Finanzkrise und Verschuldung zur Realisierung. Unermüdlich arbeiten die Herrscher am Golf an der Positionierung der Emirate als Arabiens Urlaubsmekka. Das Ziel von Dubais Kronprinz Sheik Mohammed Bin Rashid Al Maktoum ist es, die VAE bzw. Dubai zu einem international führenden Tourismusziel machen, das bis zum Jahr 2010 15 Millionen Urlauber anziehen soll.

Die Destination
Die Vorteile der Destination liegen auf der Hand: Fast immer herrscht Sonnenschein und auch im Winter liegen die Durchschnittstemperaturen am Tage bei über 20°C. Die Einreise ist obendrein völlig problemlos: Deutsche Touristen erhalten ein kostenfreies Visum am Flughafen. Auch in punkto Sicherheit geht es wohl nicht besser, denn faktisch sind die Emirate eines der sichersten Reiseländer der Welt und viele uns bekannte Straftatbestände sind hier fast Fremdworte. Die Hotellerie des Landes gehört zu den besten der Welt: Das „Burj al Arab“ oder das Ende 2008 eröffnete „Atlantis The Palm“. Die meisten Reisenden bevorzugen die 4 bis 5 Sterne-Kategorie, aber auch im unteren Preissegment legen die Emirate nach und nach zu. Dubai ist nicht unbedingt ein billiges Reiseland, aber das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Auch Shoppen kann man bestens in der Stadt, denn die meisten Waren sind durch Steuerfreiheit günstiger als in Deutschland. Außerdem es gibt eine unglaubliche Vielfalt traditioneller Souks und noch mehr moderne, klimatisierte Shopping-Malls und – nicht zuletzt – das Dubai Festival Center, dass jährlich ein Treffpunkt von Shopping Victims aus aller Welt ist.

Wohin: Dubai, Abu Dhabi, Sharjah oder die kleinen Emirate im Norden?
Das ist in erster Linie natürlich reine Geschmackssache. Dubai ist eine sehr quirlige Metropole, der Aufenthalt dort ein Garant für eine gewisse Reizüberflutung. Möchte man ein paar Tage in der Stadt verbringen, benötigt man hier auf jeden Fall ein besseres „Nervenkostüm“ als für die kleinen Emirate oder auch Abu Dhabi. Der Verkehr Dubais ist dichter, die Häuser höher und die Projekte gigantischer. In Dubai ein Auto zu mieten ist bestimmt auch nicht für jeden das Richtige. Zwar kommt der geübte Stadtautofahrer aus Mitteleuropa schon zurande, jedoch sind die Sitten im Straßenverkehr rauer als in Europa. Dies ist vor allem eine Folge der hohen Verkehrsdichte – jeder will einfach schnell durchkommen. Man überholt rechts und schert ohne zu blinken nach links aus. Auch Spurwechsel haben ihre Tücken. Ist es bei uns normal, ein blinkendes Fahrzeug in die Spur zu lassen, wird in Dubai erstmal beschleunigt und man muss sich regelrecht reindrängen.

Abu Dhabi City ist wie Dubai auch eine Metropole. Trotzdem geht es hier gelassener zu. Der Verkehr ist moderater, die Häuser weniger gigantisch, die Stadt insgesamt grüner. Die Hotellerie Abu Dhabis kann sich in der Qualität mit der Dubais absolut messen, allen Häusern voran ist das Palasthotel „Emirates Palace“ zu nennen. Abu Dhabi bietet alles, was Urlauber sich wünschen und hat sich dabei seine arabisch-orientalischen Traditionen bewahrt. Außerdem legt Abu Dhabi auch einen Schwerpunkt auf das Kulturangebot und baut Filialen von großen Museen wie dem Louvre und dem Guggenheim-Museum.

Sharjah, das nur 20 Kilometer von Dubai entfernt liegt, lag lange Zeit in einem touristischen Dornröschenschlaf. Dies ist im Wandel begriffen und immer mehr Menschen entdecken Sharjah, was übersetzt "aufgehende Sonne" bedeutet, als Reiseziel. Bei der Entwicklung des Emirats als touristische Destination geht es nicht um einen lukrativen Massentourismus: Bewusst spricht man Familien und Kulturinteressierte an. Das Stadtzentrum umfasst zahlreiche restaurierte historische Gebäude, es gibt über 20 Museen und viele Kunstgalerien. Nicht von ungefähr heißt das Emirat auch "Hauptstadt der Künste".

Ras al-Khaimah ist nur knappe 100 Kilometer von Dubai entfernt und inzwischen gibt es eine Autobahnverbindung. Der Transfer von Dubai nach Ras Al Khaimah ist also kein Problem und kein Grund, seinen Urlaub nicht in Ras al-Khaima zu verbringen. Die Fahrt dauert ca. 45 Minuten und führt teilweise mitten durch die Wüste. In der Hotelszene des im Vergleich zu Dubai recht ursprünglichen Emirats sind vor allem das Hilton Hotel, das Cove Rotana Resort und das sehr ambitioniert geführte Al Hamra Fort Hotel & Beach Resort hervorzuheben: Traumhotels, in denen es sich herrlich (und günstiger als in Dubai) ausspannen lässt.

Ajman, Umm al-Quawain und Fujairah – die kleinen Emirate im Norden reizen vor allem durch die dort noch vorhandene Ursprünglichkeit. In der Hotelszene Ajmans ist vor allem das sehr schöne Kempinski Hotel hervorzuheben, das vielfältige Wassersportmöglichkeiten bietet und einen exzellenten Wellness-Bereich hat. Im Emirat Umm al-Quawain kann man noch relativ unbehelligt vom touristischen Trubel ausspannen und relaxen. Fujairah liegt als einziges Emirat an der Küste vom Golf von Oman und biete sich als Durchgangsstation an, um z.B. die Ostküste und das Sultanat Oman zu erkunden. Außerdem gibt es am Al Aquah Beach einige schöne, hochwertige, neue Hotels, die sich auch durch gute Tauch- und Wassersportmöglichkeiten auszeichnen.

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