Dakhiliyah, Hajar-Gebirge und Nizwa

Gebirge, Ruinen und die alte Hauptstadt Omans

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Das Hajar-Gebirge erstreckt sich über 600 km von Musandam im Norden Omans bis an die Küste im Westen, nahe Sur. Der wichtige Sumail-Pass ist einer der wenigen Durchgänge, durch die man die Berge von der Küste ins Landesinnere durchqueren kann. Unzählige sanierte und verfallene Wachtürme in den Felsen verweisen auf die Bedeutung dieser Verbindungsroute. Man muss schon genau hinschauen, um die Ruinen der Lehmhäuser alter Oasen in den Felswänden zu entdecken. Mit dem Geländewagen an kleinen Orten vorbei durch die großartige, karge Bergwelt off-road in die Wadis zu fahren, ist ein besonderes und abenteuerliches Landschaftserlebnis!

Im östlichen Hajar-Gebirge erhebt sich der Jabal Akhdar. Das Klima ist in den Höhenlagen beinahe mediterran; Schnee ist im Winter nicht unbekannt und es gedeihen Pfirsiche, Trauben und Walnüsse dank Regen und Bewässerung. Das in 2000 Metern gelegene Gipfelplateau des Grünen Berges erreicht man auf einer kurvenreichen, asphaltierten Piste durch das Wadi Muaydin. Die Hochebene ist die abgelegenste und fruchtbarste Region des Oman: Eine grüne Oase im der grauen Felsenwüste umgeben von tiefen Schluchten. Hier wachsen neben Obst und Nüssen pinkfarbene Rosen für die Rosenwasserdestillation. Die ausgedehnten Terrassenfelder laden zu einer malerischen Wanderung ein. Bis vor Kurzem war noch eine Erlaubnis vom Militär nötig, um das Sperrgebiet hinauf zum Plateau zu passieren – nun ist die Straße für Touristen offen.

Nizwa

Inmitten des Gebirgsmassivs liegt Nizwa, umgeben von Datteplantagen riesigen Ausmaßes, die noch heute mittels der alten Falaj-Kanäle bewässert werden. Die sehenswerte ehemalige Hauptstadt Omans blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Von hier aus wurde das Land islamisiert; hier wurde der erste Imam der Ibaditen gewählt. Für viele Omanis ist die Stadt noch immer die heimliche Hauptstadt Omans.

Die aus dem 17. Jahrhundert stammende Festung zeugt eindrucksvoll von der bedeutenden Rolle Nizwas in der omanischen Geschichte. Im Innern des mächtigen, zylindrischen Turms führt eine steile Treppe hinauf zu der Kanonenplattform. Die Treppe ist durch sieben Türen geschützt, die teilweise mit einem charakteristischen Schlitz versehen sind: Durch diesen wurde der Feind mit heißem Dattelhonig übergossen. Die Plattform ist durch einen Wehrgang gesichert, vom dem aus sich ein grandioser Blick über die Weite der Oase bietet. Neben der Festung hebt sich die gold und blau schimmernde Kuppel der Freitags-Moschee kontrastreich von dem kargen Braun der Berge ab.

Der historische Souq, zu dem die Bewohner der Nizwa umgebenden Bergdörferkommen, um – mit Krumdolchen und Gewehren symbolisch bewaffnet – ihre Schafe, Rinder und Ziegen auf dem Viehmarkt anzubieten. Der Obst- und Gemüsemarkt ist heute eher eine moderne Großmarkthalle – orientalisches Basarflair findet man auf dem Teil zwischen Burg und Eingang, wo in den winzigen Läden noch vor Ort der Silberschmuck gefertigt wird.

Nizwa ist darüber hinaus ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungstouren durch die Region und für Bergwanderungen bzw. Geländefahrten.

Westlich von Nizwa liegen die Ruinen des Ortes Tanuf am Ende des gleichnamigen Wadis, das einen Hauptzugang zum Grünen Berg, dem Jabal Akhdar bildet. Von Al–Hamra, der besterhaltensten Lehmsiedlung Omans führt eine Straße zum omanischen Grand Canyon, das Wadi Nakhar. Von einem Hochplateau am Rande der Schlucht bietet sich ein atemberaubender Blick in die 1000 Meter Tiefe und zum Gipfel des höchsten Bergs, des Jabal Shem.

Bahla

Das mit einer alten Stadtmauer umgebene Bahla ist bekannt für das Töpferhandwerk. Die Oase liegt im Schatten der größten Lehmfestung Omans, die von der einstigen Bedeutung der Stadt erzählt. Die gigantische, monumentale Ruine verdeutlicht, wie problematisch die Renovierung der Lehmbauten ist: Teile der Burg sind völlig erodiert. So hat die von Naturkräften zerfressene Festungsruine die Gestalt einer bizarren, kolossalen Felslandschaft. Die Sanierung des Forts, das zum Weltkulturerbe gehört, wird noch lange dauern. Sie wird nach den Standards der UNESCO durchgeführt, die zur Treue zum Originalbau verpflichten – Bahla wird deshalb sicherlich zu einer der gelungeneren restaurierten Festungen im Oman zählen.

Musandam Al Dhahirah Batinah-Ebene mit Sohar Dakhiliyah, Hajar-Gebirge und Nizwa Al Wusta Dhofar / Salalah Muscat / Capital Area Sharqiyah, Sur und Umgebung
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