Musandam umfasst die vier Verwaltungsgebiete (Wilayate) Khasab (der Provinzhauptstadt), Bukha, Daba und Madha. Noch knapp 30.000 Menschen leben hier, die meisten sind Angeh�rige des Stammes der Shihu. Erst seit einigen Jahren ist die Landzunge f�r Besucher zug�nglich, zuvor war sie milit�risches Sperrgebiet, da sie weit in die wichtige �ltankerroute der Straße von Hormuz hineinragt. Schnell entpuppte sie sich als besonderer Geheimtipp f�r Oman-Reisende und ist eines der touristischen Highlights, das man auf einer Tour durch den Golfstaat keinesfalls auslassen darf.
Die Topographie der Region ist gepr�gt von den Ausl�ufern des Hajar-Gebirges, was ihr den Beinamen �Norwegen des Mittleren Ostens� eingebracht hat. Karge Berge, senkrechte Felsw�nde und fjord�hnliche Buchten bestimmen das landschaftliche Bild dieser Gegend. In erster Linie erschlie�t sich die Natur der einzigartigen Umgebung dem Wanderer, doch auch mit dem Gel�ndewagen kann man einige gr�ne Oasen erreichen. Die kleinen Buchten, Inselchen und die Meeresfjorde erforscht man nat�rlich am besten mit dem Schiff.
Ganz besonders empfehlenswert sind Tages- oder Halbtagestouren mit einer der traditionellen Dhaus, z. B. in das Khor ash-Shamm, den gr��ten Fjord der Halbinsel. Aus der seefahrerischen Perspektive pr�sentiert sich das Land aus einem besonderen Blickwinkel, die steilen Felsw�nde der K�ste wirken noch imposanter und im Vorbeifahren zeigen sich in den wenigen kleinen besiedelungsgeeigneten Buchten D�rfer, die nur per Boot erreichbar sind und in denen das Leben seit Jahren fast unver�ndert hart und entbehrungsreich seinen Lauf nimmt.
Zus�tzlich zu den Besonderheiten, die an Land entdeckt werden k�nnen, lassen sich nat�rlich vor allem im Meer kleine Wunder erleben: Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zeigen sich Delphine in der N�he des Bootes oder Schw�rme kleiner, fliegender Fischchen. Ein Schnorchelgang in einer der kleinen Buchten offenbart die Sch�nheiten dieser Unterwasserwelt und gibt Einblick in das vielf�ltige Leben auf den Riffen vor den K�sten, welches sehr im Gegensatz steht zu der kargen Welt au�erhalb des Meeres.
Um die Exklave mit dem Auto zu erreichen, ist es notwendig, einen ca. 70 Kilometer breiten Streifen des Staatsgebiets der Vereinigten Arabischen Emirate VAE zu durchqueren. An der K�ste entlang f�hrt die Autobahn Nr. 1 Richtung VAE. Etwa 30 Kilometer vor Al Fujayrah erreicht man den Grenzposten Kahatmat Milahah. Hier werden bei der Ausreise aus dem Oman sowie bei der Einreise in die VAE die Personalien �berpr�ft und kostenpflichtige Visa vergeben. Beim Verlassen des Sultanats hebt die Royal Omani Police die gültigkeit ihres Visums per Stempel auf und berechnet eine Ausreisesteuer von derzeit 1 Rial pro Person. Die Einreise in die Emirate und das Visum f�r die VAE sind frei*. Die Passkontrollen werden sorgf�ltig vorgenommen und beinhalten unter Umst�nden einen Iris-Scan. Die Transitfahrt durch die Emirate dauert etwa 2,5 Stunden (ca. 150 Kilometer) und f�hrt von der Grenze zun�chst weiter nach Al Fujayrah und dann mitten durch die Stadt. Nach Al Fujayrah geht es weiter auf einer gut zu fahrenden SchnellStraße Richtung Dubai und Sharjah bis zur Abzweigung nach Norden Richtung Ras al-Khaymah. Nach Ras al-Khaymah sind es noch ungef�hr 30 Kilometer bis zur Grenze der omanischen Exklave. Hier muss man sich einer erneuten Grenzkontrolle unterziehen. F�r die Ausreise aus den VAE wird eine Geb�hr erhoben. Die Kosten f�r das Oman-Visum belaufen sich, wie schon bei der Einreise am Flughafen, auf 6 Rial pro Person.
Von der Grenze f�hrt eine wundersch�ne, steile und kurvenreiche K�stenStraße, zu deren Linken sich das t�rkisblaue Meer erstreckt und zu deren Rechten sich zum Teil senkrechte, karge Felsw�nde erheben, auf die Halbinsel. Nach ungef�hr 35 Kilometern erreicht man das Hotel Golden Tulip Resort Musandam, welches sich als Ausgangspunkt anbietet, diesen besonderen Teil des Omans zu erkunden. Folgt man der Straße, kommt man nach ca. 3 Kilometern in die Provinzhauptstadt Khasab, in ca. 17.000 Einwohner hat.
Der Hauptort Musandams liegt in einer weiten Bucht. Die Existenzgrundlage der in dieser K�stenoase lebenden Menschen ist in erster Linie der Fischfang sowie Dattelanbau. Sehenswert sind das Fort, der Souq und der Hafen, indem vor allem die Ankunft der iranischen Schmuggler, die sich selbst als H�ndler bezeichnen, f�r gesch�ftiges Treiben sorgt. Die Festung von Khasab wurde von den Portugiesen errichtet und vor kurzem renoviert. Vom Dach bietet sich ein toller Blick �ber die Oase und deren Dattelplantagen. Khasab verf�gt auch �ber einen kleinen Flughafen. Wer will, kann das etwas zeitraubende, aber unproblematische Prozedere der Grenzkontrollen vermeiden und per Inlandsflug nach Khasab reisen (vermitteln wir gerne).
*Stand Juni 2006. Die jeweils aktuellen Einreisebestimmungen finden Sie auf der Homepage des Ausw�rtigen Amtes.
